THEMENBOGEN : Die Medienpolitik der Europäischen Union

Wirtschafts- oder Kulturpolitik ?
Der Mediensektor in der Europäischen Union ist neben seiner wirtschaftlichen Bedeutung - mehr als eine Million Arbeitsplätze - ein Symbol für die Erfolge, aber auch Grenzen einer Kulturpolitik auf europäischer Ebene. Einerseits gibt es vermehrt Forderungen nach einer Verstärkung der Urheberrechte im digitalen Zeitalter, andererseits nach besserer und schlankerer Gesetzgebung. Gespalten zwischen den wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen des Binnenmarktes und der Notwendigkeit, Europa in den Medien ein Gesicht und eine Stimme zu geben, pendelt die Gemeinschaftspolitik im Mediensektor zwischen ehrgeizigen Ideen und begrenzten Mitteln.
Wenn die großen, von der Europäischen Kommission geleiteten Kommunikationsmessen stattfinden, muss daran erinnert werden, dass es die Europäische Union ist, die auch langfristig die audiovisuelle Politik der einzelnen Mitgliedsstaaten reglementiert. So wird den auf dem ganzen Kontinent ausgestrahlten Radio- und Fernsehprogrammen ein - zumindest noch im Moment - bescheidener, europäischer Hauch gegeben. Die Europäische Union versucht auf diese Weise, einen europäischen Rundfunkraum zu schaffen, in sich dem die europäischen Programme wie Wirtschaftsgüter frei bewegen können. Zugleich soll die kulturelle europäische Vielfalt vor dem weltweiten Markt geschützt werden. Zwischen Binnenmarkt und Kulturpolitik - wie die die audiovisuelle Politik der EU angelegt ist, beleuchtet dieser Themenbogen.
Aus dem Französischen übersetzt von Vera Kißler
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A voir également
Sur internet
- Europäische Kommission
- Audiovisual and Media Policies (auf englisch)
- Europäische Audiovisuelle Informationsstelle (dem Europarat angeschlossen)
- Informationen über die europäische Audiovisionsindustrie
- Europäische Kommission
- Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien








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